VDP Weingut Rainer Schnaitmann | Württemberg
Als Rainer Schnaitmann 1997 sein eigenes Weingut in Fellbach gründete, startete er mit drei Hektar. Weinbau hatte in seiner Familie längst Tradition, aber Rainer wollte herausfinden, was in den Weinbergen rund um Fellbach und im Remstal tatsächlich möglich ist.
Das ging ziemlich schnell: 2006 wurde Schnaitmann in den VDP aufgenommen, inzwischen gehören rund 26 Hektar zum Weingut. Seit 2008 beschäftigt sich Rainer intensiv mit biologischem Weinbau, später kam die biodynamische Arbeit hinzu.
Was wir an Schnaitmann besonders mögen, ist sein Umgang mit Rebsorten. Sauvignon Blanc Chardonnay und die Burgunder können hier groß werden – aber deshalb müssen Trollinger und Lemberger nicht verschwinden. Im Gegenteil.
Gerade das finden wir spannend. Eine regionale Rebsorte wird nicht interessanter, indem man versucht, aus ihr etwas anderes zu machen. Schnaitmann zeigt bei Lemberger und Trollinger, wie viel Würze, Frische und Eigenständigkeit in diesen Sorten stecken kann. Beim Lemberger setzt er beispielsweise auf ganze Trauben und große gebrauchte Holzfässer statt auf vordergründiges neues Holz.
Daneben gibt es eine ganz andere Seite des Weinguts. Sauvignon Blanc mit Kräutern und kerniger Struktur, Cabernet Franc mit Johannisbeere, Paprika und feinem Gerbstoff, Burgunder mit Druck und Schmelz. Das Sortiment ist breit, wirkt aber trotzdem nicht beliebig.
Wir haben über die Jahre viele seiner Weine probiert und ins Sortiment genommen. Besonders gern begleiten uns bis heute der Sauvignon Blanc und der Muskattrollinger Rosé – zwei Weine, an denen man ziemlich gut versteht, warum wir Schnaitmann mögen: eigenständig, würzig und mit viel Trinkfluss.