Weingut Markus Fries | Mosel

Mit Markus Fries verbindet uns inzwischen weit mehr als eine Geschäftsbeziehung. Er war mehrfach bei uns in Leipzig, wir haben gemeinsam verkostet und über Wein diskutiert. Umgekehrt haben wir mit Weinfreunden einige Tage bei ihm an der Mosel verbracht und sind mit ihm durch seine Weinberge gefahren. Aus diesen Begegnungen ist über die Jahre eine Freundschaft entstanden.
Markus führt das Familienweingut in Maring-Noviand an der Mosel. Seit Generationen gehört der Weinbau zur Familie. Heute bewirtschaftet er seine Weinberge biodynamisch, darunter steile, vom Schiefer geprägte Lagen rund um Maring.

Wer mit Markus durch die Weinberge fährt, merkt schnell, wo für ihn Wein entsteht: draußen. Er beobachtet seine Reben genau, beschäftigt sich intensiv mit den einzelnen Standorten und versucht, im Keller möglichst wenig korrigieren zu müssen.
Bei einem seiner Besuche in Leipzig sprachen wir über Säure und darüber, welche Möglichkeiten ein Winzer hätte, später im Keller einzugreifen. Markus schaute Dierk an und sagte:
„Dierk, das kommt mir gar nicht mehr in den Sinn – Wein wächst im Weinberg, nicht im Keller.“

Dieser Satz ist uns geblieben, weil er ziemlich genau beschreibt, wie Markus arbeitet. Nicht möglichst wenig Eingriff als Selbstzweck, sondern gute Voraussetzungen im Weinberg schaffen und anschließend nicht mehr korrigieren, als notwendig ist.

Im Mittelpunkt steht bei ihm Riesling. Vom Blauschiefer-Gutswein über Kabinett aus der Maringer Sonnenuhr bis zu den trockenen Lagenweinen zeigt er, wie unterschiedlich die Rebsorte an der Mosel sein kann. Dazu kommen Sekt und edelsüße Weine. Die Rieslinge haben Frucht und eine lebendige Säure, können leichtfüßig sein oder dicht und tief – je nach Lage und Ausbau.

Und vielleicht mögen wir seine Weine auch deshalb so gern, weil wir den Menschen dahinter kennen. Markus ist keiner, der aus seiner Arbeit eine große Geschichte machen muss. Er kennt seine Weinberge, hat eine klare Vorstellung davon, wie er arbeiten möchte, und lässt den Weinen die Zeit, die sie brauchen.


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