Daniel Schweizer | Württemberg

2014 übernahm Daniel Schweizer den elterlichen Betrieb in Stetten am Heuchelberg. Heute bewirtschaftet er rund 3,5 Hektar – und manches daran funktioniert anders, als man es aus einem modernen Weinberg erwarten würde.

Denn zu Daniels Team gehören auch Funa und Willi. Mit seinen Pferden bearbeitet er einen großen Teil der Weinberge, vieles andere geschieht von Hand. Die Arbeit mit den Pferden begann nicht als romantische Idee: Nach einem sehr nassen Frühjahr beschäftigte Daniel die Verdichtung der Böden durch Maschinen. Seine Konsequenz war, immer mehr Arbeiten ohne Schlepper zu erledigen.

Auch bei den Rebsorten geht Daniel seinen eigenen Weg. Neben Riesling, Syrah, Lemberger und Samtrot stehen Johanniter, Saphira und Regent in seinen Weinbergen. Letztere gehören zu den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWIs, die eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Pilzkrankheiten besitzen.

Im Keller arbeitet Daniel häufig mit Maischekontakt und ganzen Trauben, spontan vergoren und ohne Temperaturkontrolle. Seine Weine werden nicht geschönt und unfiltriert abgefüllt. Je nach Wein kommen großes Holz, gebrauchte Barriques oder andere Gefäße zum Einsatz.

Uns gefällt an Daniels Weinen, dass sie durchaus Ecken haben dürfen. Die Brunnen-Serie ist saftig und ungestüm, daneben entstehen Weine mit mehr Gerbstoff, Struktur und Zeit im Holz. Und dann tauchen immer wieder Aromen auf, die man nicht in jeder Weinbeschreibung liest: Hagebuttentee, Melisse, Rhabarber, Kräuter oder Rauch.

Und FUNA? Der Riesling trägt den Namen eines der Pferde, die draußen im Weinberg mitarbeiten. Spätestens da schließt sich der Kreis.

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