Bodega Cerrón | Jumilla
Alte Familienfotografien schmücken die Etiketten der Weine von Bodegas Cerrón. Darunter steht: „El Tiempo que nos une“ – Die Zeit, die uns verbindet. Kaum ein Satz beschreibt das Familienweingut treffender. Es geht um Herkunft, um Generationen und um die Verantwortung, das Land so zu bewirtschaften, dass auch kommende Generationen davon leben können.
Seit mehr als 25 Jahren arbeiten die Brüder Juan José und Carlos Cerrón biologisch und biodynamisch. Ihre rund 20 Hektar Weinberge liegen im nordöstlichsten Teil der D.O.P. Jumilla auf 850 bis 980 Metern Höhe. Sandstein mit Fossilien, Kalkstein und tonige Konglomerate prägen die Böden. Das Klima ist heiß und trocken, doch die Höhenlage und die kühlen Nächte verleihen den Weinen Frische, Präzision und Eleganz.
Ein besonderer Schatz des Weinguts sind die wurzelechten Monastrell-Reben, die bereits vor der Reblauskatastrophe gepflanzt wurden. Sie liefern nur geringe Erträge, dafür Weine mit außergewöhnlicher Tiefe und Herkunft. Gelesen wird ausschließlich von Hand, die Trauben gelangen innerhalb kurzer Zeit in den Keller und vergären spontan mit den natürlichen Hefen – je nach Wein in Beton oder Holz.
Neben Monastrell kultiviert die Familie auch Chardonnay. Die Reben stammen ursprünglich aus dem Chablis und wurden von den Eltern der heutigen Winzer nach Jumilla gebracht. Auf den kalkreichen Böden entwickeln sie einen eigenständigen Charakter mit feiner Mineralität und salziger Frische.
Für Juan José Cerrón sind alte Reben weit mehr als historische Pflanzen: „Alte Reben sind unsere Handschrift, unser Erbe.“ Genau das spürt man in jedem Wein – sie erzählen von einer Landschaft, einer Familie und einer Zeit, die bis heute verbindet.