Wein als Essensbegleiter

Wein als Essensbegleiter

Prinzipiell sind wir immer auf der Seite der Köchin und des Kochs, da die Aufgabe darin besteht, einen Wein als passenden Begleiter zu einem bestimmten Essen auszuwählen.

Dieser Wein sollte also auf hervorragende Art und Weise:

  • meist mittels korrespondierender Aromen, Zuckergehalt und/oder der Säure Harmonie zwischen Essen und Weinbegleitung schaffen;
  • die Aromen der Speise in ein neues Licht rücken, weil der Wein neue Dimensionen auf der Zunge eröffnen kann. Eine mutigere Auswahl kann auch schon mal als Verstärkerfunktion eingesetzt werden, wenn beispielsweise Säure mit Säure kombiniert wird oder man einer fermentierten Salzwüste mit einer ordentlichen Portion Restzucker kontert;
  • vielleicht aber auch auf völlig unerklärliche Weise einfach wunderbar zum Essen passen. Dieses Erlebnis gibt es immer wieder und oft kann man es geographisch verorten. So harmonieren im mediterranen Raum die säurearmen Cuvées aus Südfrankreich, die häufiger reich an Alkohol sind, mit den interessantesten Fischgerichten oder Rotweine aus alten portugiesischen Rebsorten mit frisch gegrillter Dorade – Raucharomen und Tannin.

Auf Qualität setzen, auch beim Wein
In erster Linie jedoch sollte der ausgewählte Wein als Essensbegleiter wertig sein, entsprechend der Wertschätzung gegenüber der Küche, dem Koch und seinen Fähigkeiten. Lasst die Aromatik des Tellers leben, übertüncht sie nicht mit dem Wein, der Wein soll begleiten oder stützen oder gerne mal provozieren, aber als Speisenbegleiter ist er nicht der Star. Der Applaus gehört der Küche – im besten Fall einem gelungenen Ensemble.

Jedoch eignen sich einige Rebsorten besonders als Essensbegleiter bei bestimmten Speisen:

  • Müller-Thurgau: gerne zu gebundenen Suppen und am Anfang eines Menüs,
  • Silvaner: zu vegetarischen Speisen, besonders zu Spargel, aber auch zu vielen anderen Gemüsen wie Mangold, Staudensellerie etc. – auch gern in der Kombination mit einem Kalbsschnitzel, Kapern und Sardellenfilet,
  • Riesling: von mutig bis altmodisch eher knochentrocken als feinherb – zu Gerichten mit Süßwasserfisch und klassischen Beilagen,
  • Roséwein: ist wirklich unterschätzt. Einen gut strukturierten Rosé von Grenache und Syrah geprägt, empfehlen wir zu kräftigem Fleisch. Spätburgunder dagegen gerne auch zu einer komplexen, leichteren Küche.

Im Vordergrund steht der Genuss
Wir laden jeden Genussmenschen ein, zu genießen, dabei seine eigenen Erfahrungen zu machen, diese für sich zu speichern – abgespeichert gehören dabei natürlich sowohl die positiven Erlebnisse als auch die negativen. Was selbstverständlich auch helfen kann, ist das Testen unserer Probierpakete oder ein Besuch beim Weinhändler eures Vertrauens. Ein Gespräch über Gewürze, Küchentechnik und das Gesamtvorhaben kann zu einer guten Empfehlung führen.

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