Weinberghof Fritsch | Wagram

Weinberghof Fritsch | Wagram

Nach einer intensiven Recherche standen nun vor zwei Jahren die drei neuen österreichischen Weingüter fest. Die Weine von Fritsch mussten wir machen: die Qualität von der Basis bis in die Spitze, das sogenannte 1. ÖTW, alles sehr individuell gearbeitet, gutes Mundgefühl, erstaunliche Länge auch in den einfacheren Weinen!
Auf der Prowein habe ich mich mit Markus Fries getroffen, er selbst war als interessierter Gast auf der Messe und gerne zeigen wir uns gegenseitig immer Besonderes. Ich nahm ihn mit zum Termin mit Karl Fritsch und dachte, die Stilistik der Weine könnte ihm gut gefallen.
Karl schenkte uns den ersten Probeschlug vom einfachen Veltliner ins Glas und schrie uns in österreichischem Dialekt faktisch an: „Ich bin ein Weinbauer“! Er stand in voller Größe vor uns, ich dachte: deutlich über 1,90 hoch. Dann folgte ein beeindruckender Monolog gegen die Industriekultur in Sachen Wein und nicht nur in Sachen Wein. „Unsere Kinder werden uns verfluchen…!“ (Originalton Karl Fritsch). Ich wende mal ein, dass ich da in großen Teilen ganz bei ihm bin, mich aber eher spezielle Aspekte der Biodynamik im ökologischen Weinanbau interessieren, ein wenig Vorprägung durch viele Besuche ökologischer Betriebe, im Besonderen auch im Gartenbau.
Karl Fritsch nahm sich Zeit und ließ sich auf uns ein, Markus Fries stellte aus der Sicht des Winzers so interessante Fragen. Wir saßen auf der Messe eine Stunde und redeten. Danach haben wir ein hervorragendes Sortiment an Wein verkostet und sind in eine andere Welt abgetaucht gewesen. Gar nicht so einfach da wieder raus und rein in den Messesumpf zu kommen.

 

Zu den Weinen